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Volksbank Bad Oeynhausen-Herford eG
BLZ: 49490070
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Volksbanken steuern in den Hafen der Ehe

 

Bad Oeynhausen-Herford und Enger-Spenge streben in gemeinsame Zukunft 

Eine einzige starke und schlagkräftige Volksbank für den ganzen Wirtschaftsraum „Kreis Herford/Stadt Bad Oeynhausen“ – diese Vision könnte schon bald Wirklichkeit werden. Wie die beiden Volksbanken Bad Oeynhausen-Herford und Enger-Spenge am Dienstag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mitgeteilt haben, wollen sie zum Stichtag 1. Januar 2011 zu einem Institut verschmelzen. Den Anstoß für das Aufeinanderzugehen lieferten in der vergangenen Woche die Aufsichtsräte der beiden Kreditgenossenschaften: In getrennten Sitzungen in Enger und Herford beauftragten sie jeweils einstimmig die Vorstände mit der Aufnahme von Fusionsgesprächen.

Von der neuen größeren Einheit versprechen sich die beiden Nachbarbanken Vorteile für alle Seiten. Werner Ladage, Vorstandssprecher der Volksbank Bad Oeynhausen-Herford: „Mitglieder und Kunden sollen durch ein noch größeres und spezielleres Beratungs- und Betreuungsangebot profitieren. Den Mitarbeitern winken bessere Karrierechancen. Und die Banken senken ihre Kosten und stärken dadurch ihre Wettbewerbsfähigkeit und die Stellung im Markt.“

Beide Banken legen Wert auf die Feststellung, dass sie die Fusion aus einer Position der Stärke heraus anstreben. Hans Laus, Vorstand der Volksbank Enger-Spenge: „Hier kommen zwei erfolgreiche und kerngesunde Institute zusammen.“ Was in der Öffentlichkeit bislang wenig bekannt war: Schon seit Jahren verbindet die Volksbanken Bad Oeynhausen-Herford und Enger-Spenge eine überaus enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit auf verschiedenen Geschäftsfeldern. Werner Ladage: „Von A wie Ausbildung bis Z wie Zahlungsverkehr reicht das Spektrum gemeinsamer Aktivitäten.“ „Nach außen hin sind wir immer wie zwei Banken aufgetreten. De facto haben wir aber schon lange eine gemeinsame Ausrichtung auf die Zukunft“, ergänzt Hans Laus.

Vor diesem Hintergrund scheint es nur konsequent, die enge Kooperation jetzt in eine Fusion münden zu lassen. Für ihr Ziel haben sich die drei Herforder Vorstände Werner Ladage, Andreas Kämmerling und Michael Knoll sowie ihre beiden Engeraner Kollegen Hans Laus und Oliver Ohm ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Schon auf den beiden ordentlichen Vertreterversammlungen am 15. Juni in Herford und am 21. Juni in Enger wollen sie den Mitgliedern der beiden „Bankparlamente“ das Fusionskonzept vorstellen. Im Spätsommer sollen die Vertreterinnen und Vertreter der zusammen über 50.000 Mitglieder erneut eingeladen werden, um über den Fusionsvertrag abzustimmen. Wenn die beiden Versammlungen den Weg für die „neue“ Volksbank frei machen, könnte das vereinigte Institut pünktlich zum 1. Januar 2011 an den Start gehen.

Für die Mitglieder und Kunden werden die Auswirkungen der Fusion kaum zu spüren sein. Werner Ladage: „Die vertrauten Ansprechpartner bleiben vor Ort. Und auch beim Geschäftsstellennetz bleibt alles beim Alten.“ Lediglich die Kunden aus Enger, Spenge und Melle-Riemsloh müssten sich auf eine kleine Veränderung einstellen. Hans Laus: „Als kleinerer Partner übernehmen wir die Bankleitzahl der größeren Bank. Die Kontonummern dagegen können weitgehend übernommen werden.“

Mit der erfolgreichen Fusion mit der Volksbank Enger-Spenge würde die Volksbank Bad Oeynhausen-Herford ihre Position als Nummer 1 im Minden-Ravensberger Land festigen. Das gemeinsame Institut käme auf eine Bilanzsumme von gut 1,7 Milliarden Euro. Weitere wichtige Kennziffern der Bank: 35 Geschäftsstellen zwischen Melle-Riemsloh und Vlotho-Uffeln, Hille-Rothenuffeln und Herford-Elverdissen, über 100.000 Kunden, davon mehr als 51.000 genossenschaftliche Anteilseigner und aktuell 412 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (incl. 27 Azubis).

 

Rücken enger zusammen: (von links) Volksbank-Vorstände Andreas Kämmerling, Hans Laus, Werner Ladage, Oliver Ohm und Michael Knoll.