Patrik Berger

Großküchen-Center, Bünde

Mit seinem Team hat Patrik Berger (Mitte) die neue Großküche der Uni Bielefeld gebaut. Darin können die Chefköche Christian Altenhöner (links) und Meik de Moral Cabana (rechts) täglich mehr als 6.000 Mahlzeiten anrichten.

Gegessen wird immer. Und immer öfter außer Haus. Das freut nicht nur die Gastronomie sowie die Betreiber von Schul- und Betriebskantinen, sondern auch jene, die sich um die Technikin den Großküchen kümmern. So wie Patrik Berger und sein 45-köpfiges Team des Großküchen-Centers Bünde.

Rund 400 Fachbetriebe zählt die Branche in Deutschland. Und die Ostwestfalen gehören jetzt schon zu den 15 stärksten. Dabei soll es nicht bleiben: Rund 10 Mio. Euro Jahresumsatz peilt der 38-Jährige mittelfristig an. 8,5 Mio. Euro waren es im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014. Dafür will er neue Märkte wie die boomenden Backshops erschließen und den Kundendienstbereich deutlich ausbauen.

Schwieriger könnte es werden, richtig gute Leute für den Kundendienst zu finden. Das liegt an der Komplexität des Handwerks: „Der Küchentechniker muss sich im Strombereich genauso gut auskennen wie im Fach Gas & Wasser. Er sollte Metall bearbeiten können und im besten Fall auch noch etwas vom Kochen verstehen“, weiß Patrik Berger. Hinzu kommt, er sollte gerne selbstständig arbeiten wollen sowie sich nicht scheuen, viel unterwegs zu sein und ab und an auch mal im Hotel zu übernachten. Was besonders schwierig und anstrengend klingt, verspricht aber gleichzeitig auch, lange spannend zu bleiben. Berger: „Wer diesen Job einmal gemacht hat, will bis zur Rente nichts anderes mehr tun.“ Das mag auch am Umfeld liegen. Das Team des Großküchen-Centers weiß, dass es gut aufgestellt ist: Es bietet seinen Kunden alles aus einer Hand – eine erfahrene Planung, viel Erfahrung in puncto Technik und Geräte sowie – und das ist ungewöhnlich – die komplette Kälte- und Klimatechnik. Plus eine Abteilung, die individuelle Küchenschränke und -tische aus Edelstahl fertigt. Hinzu kommt ein Montage- und Wartungsservice. Die hohe Fertigungstiefe erleichtert gerade große Projekte. Zugleich erhöht sich die Effizienz, es gibt weniger Schnittstellen und damit auch weniger Fehlerquellen. Planen kann man viel, wichtiger ist jedoch, dass man es auch umsetzen kann. Erfolgreich abgewickelte Großaufträge, wie die 3,8 Mio. Euro teure Einrichtung der neuen Bielefelder Uni-Mensa, untermauern das Selbstbewusstsein des Bünder Großküchenspezialisten.

„Bei einer Ausschreibung das niedrigste Angebot abgeben kann jeder, das bestmögliche Ergebnis erreichen aber nur wenige“, weiß Berger. Er will die Kunden mit mehr Leistung gewinnen, begeistern und halten. Mit seiner Hausbank, der Volksbank Bad Oeynhausen-Herford, weiß sich der 38-Jährige auf einer Wellenlänge: „Die sind genauso bodenständig wie wir, die stehen auch zu dem, was sie zusagen.“ Die Kooperation empfindet er als partnerschaftlich-wohlwollend, die Kommunikation auf Augenhöhe. Besonders sympathisch findet er, dass auch seine Bank künftig weiter wachsen will: „Wir sind mutig und gehen auf dem gleichen Weg nach vorn. Das fühlt sich gut an.“