Abi - und dann?

Azubiblog der Volksbank Herford-Mindener Land eG

von Daniel Siebert / 14.04.2021

Wie geht es nach meinem Schulabschluss eigentlich weiter? Welchen Beruf will ich den Rest meines Lebens ausüben? Ganz platt gesagt: Was fange ich generell mit mir an?

Junge Menschen haben heutzutage so viele verschiedene Möglichkeiten und gleichzeitig so wenig Gewissheit darüber, welcher Beruf zu ihnen passt und was man in der Zukunft so machen will. Den meisten geht es jedenfalls so und ich kann euch sagen, mir ging es genauso.

Kurz zu mir: Ich bin Daniel Siebert, 23 Jahre alt und im 3. Lehrjahr meiner Ausbildung bei der Volksbank Herford-Mindener Land eG. Um ehrlich zu sein, hatte ich den Beruf Bankkaufmann damals gar nicht so auf dem Schirm. Wie ich trotzdem dazu gekommen bin erfahrt ihr jetzt.

Azubiblog der Volksbank Herford-Mindener Land eG: Abi - und dann?

Nach Abschluss meines Abiturs 2016 hatte ich keine klaren Vorstellungen, welchem Ausbildungsberuf oder Studium ich nachgehen möchte. Nebenbei irgendwo jobben oder als Aushilfe arbeiten fand ich perspektivlos und ein Jahr im Ausland wäre wahrscheinlich eine schöne Erfahrung gewesen, hat sich aber leider nicht ergeben. Durch meinen Bekanntenkreis bin ich dann auf die Möglichkeit gestoßen ein Freiwilliges Soziales Jahr zu machen. Da ich sportlich sehr aktiv und interessiert bin, kam mir die Idee beides zu verbinden und so begann ich im Internet zu recherchieren. Relativ schnell bin ich dann auf den Kreissportbund meiner Heimatstadt Minden gekommen und habe mich dort beworben.

Mein Einsatzort war die Freiherr-von-Vincke-Realschule und mein „Ausbilder“ der Kreissportbund Minden-Lübbecke bzw. übergeordnet der Landessportbund NRW.

Zu meinen Aufgaben zählten beispielsweise die Hausaufgabenbetreuung oder die Pausenaufsicht, aber auch Herausforderungen, wie eine eigenständig organisierte Sport-AG oder das vorbereiten einiger Unterrichtsstunden in den verschiedensten Fächern. Sogar ein eigener Platz im Lehrerzimmer wurde für mich eingeplant. Zusätzlich betreute ich das Handballcamp des ansässigen Sportvereins TSV Hahlen, der mit der Schule und dem Sportbund zusammenarbeitet.

Über den Sportbund wurden einige Seminare organsiert, die ich gemeinsam mit den anderen FSJlern im Kreis bestritten hab. So hatten wir beispielsweise die Möglichkeit die Übungsleiter C-Lizenz im Breitensport zu erwerben. Mein absolutes Highlight war das mehrtägige Abschlussseminar in Grömitz, welches mit vielen besonderen Aktionen und Erfahrungen verbunden war. Mit einigen meiner Kollegen von damals stehe ich bis heute noch in gutem Kontakt!

Jetzt stellt sich die Frage, wie bin ich von einem FSJ im Sport an einer Schule in die Bank gekommen?

Um mich kurz zu halten, das FSJ hat mir damals definitiv bei meiner beruflichen Orientierung geholfen und ich würde es jedem, der sich unsicher bei der Berufswahl ist, empfehlen.

Ich habe das Jahr über mit so vielen verschiedenen Menschen zusammengearbeitet und interagiert, dass mir generell klar wurde, ich will einem Job nachgehen, der viel mit Menschen und Kommunikation zu tun hat. Was gibt es Schöneres als einem Mitmenschen zu helfen?

Eine Bankausbildung bringt diese Komponente definitiv mit sich, außerdem hatte ich auch schon damals Interesse an finanziellen und wirtschaftlichen Themen, dass hat dann einfach gepasst!

Durch das FSJ habe ich mir definitiv eine gewisse soziale Kompetenz angeeignet, die mir jetzt in der Ausbildung in vielen Bereichen weiterhilft. Genau dieser soziale, menschliche Aspekt gefällt mir an dem Beruf des Bankkaufmanns am besten.

Ich hoffe ich konnte euch das FSJ als Hilfe bei der eigenen Orientierung ein wenig näherbringen und ein kleiner Tipp von mir noch: Bleibt entspannt, ihr werdet alle euren Weg gehen.
 

Bis dann,

Daniel