Volksbank verzeichnet Zuwächse

Vorstand zeigt sich zufrieden mit dem Geschäftsjahr 2015

Herford. Auf ein bewegtes Geschäftsjahr konnte der Vorstand der Volksbank Bad Oeynhausen-Herford jetzt im Rahmen seines turnusmäßigen Pressegesprächs zur Jahresbilanz zurückblicken. Angesichts der immer schwieriger werdenden Rahmenbedingungen auf dem Markt der Finanzdienstleistungen hat die Bank sich demnach gut gegenüber den Wettbewerbern behaupten können. Aufgrund des genossenschaftlichen Beratungsansatzes und der engen Zusammenarbeit mit den Verbundpartnern habe man den Kunden als verlässlicher Partner in allen Finanzangelegenheiten zur Seite gestanden.

Die vorlegten, vorläufigen Zahlen sprechen dabei für sich: So kann die Volksbank in den relevanten Geschäftsfeldern mit Zuwächsen punkten. Insgesamt stieg das betreute Kundenvolumen inklusive Verbundgeschäft auf insgesamt 3,6 Milliarden Euro. Mit einer Bilanzsumme in Höhe von 1,882 Milliarden Euro (+2,1 Prozent) bleibt die Volksbank Bad Oeynhausen-Herford eine der größten Genossenschaftsbanken Ostwestfalens.

„Betongold“ weiter gefragt

Ein Wachstum von annähernd zwanzig Prozent im Bereich der Baufinanzierungen zeigt, dass die Volksbank-Kunden weiterhin stark auf sogenanntes „Betongold“ setzen. Die Immobilien GmbH als Tochterunternehmen der Volksbank konnte in 2015 ein Rekordergebnis mit insgesamt 266 vermittelten Objekten (2014: 157 Objekte) erzielen. „Eine große Rolle haben hierbei sicherlich auch die derzeit günstigen Kreditzinsen gespielt“, so Kämmerling. Über 235 Millionen Euro neu zugesagte Kredite (+15 Prozent) belegen aus Kämmerlings Sicht außerdem ein nach wie vor investitionsfreundliches Klima in der heimischen Wirtschaft.

Mit der gestiegenen Vermittlung staatlicher Fördermittel in Höhe von 34,4 Millionen Euro (+19,5 Prozent) wird die Volksbank zusätzlich auch ihrem Auftrag zur Förderung ihrer Mitglieder gerecht und leistet ihren Beitrag zur Stärkung der Wirtschaftsregion.

Unser Kreditbestand sowohl bei den Firmen- als auch Privatkunden wächst seit Jahren konstant, trotz sehr guter Liquidität im Markt und damit verbundenen hohen Darlehnstilgungen.

Starkes Wertpapiergeschäft

Die Kehrseite der dauerhaft niedrigen Zinsen am Kapitalmarkt sind weiterhin die für die Kunden geringen Ertragschancen im Bereich des klassischen Einlagengeschäftes auf Spar- oder Termingeldkonten. Diese Kundeneinlagen stiegen in 2015 weiterhin moderat von 1,440 Milliarden auf 1,450 Milliarden Euro. Dies zeigt deutlich, dass viele Kunden diese Geldanlagen noch immer als sicheren Hafen für ihr Erspartes nutzen.

Laut Vorstandsmitglied Oliver Ohm profitierten die Volksbank-Kunden im zurückliegenden Geschäftsjahr insbesondere vom allgemeinen Aufwärtstrend im Wertpapierbereich.
„Da risikolose Zinsanlagen nicht mehr attraktiv sind, rücken die Alternativen am Kapitalmarkt immer mehr in den Fokus der Anleger. Das Wertpapiergeschäft in unserem Hause hat daher im zurückliegenden Jahr überdurchschnittliche Wachstumsraten erzielt und konnte so einen Teil der rückläufigen Zinsergebnisse auffangen“, erklärt Ohm.

Dabei komme es insbesondere auf die richtige Vermögensstruktur an, die sich an der Risikobereitschaft des Anlegers orientiere. Als Anlageprodukte erfreuen sich Investmentfonds weiterhin einer großen Nachfrage. „Chancen an den globalen Kapitalmärkten werden durch die professionellen Fondsmanager für jedermann zugänglich. Dieser Trend hat auch das Wertpapiergeschäft in unserem Hause im zurückliegenden Jahr positiv beeinflusst“, so Ohm.

So konnten die angelegten Gelder in Wertpapierdepots sowie Depotkonten des genossenschaftlichen Verbundpartners Union Investment um über sechs Prozent auf rund 509 Millionen Euro (2014: 477 Millionen Euro) gesteigert werden. Insgesamt vertrauen die Kunden ihrer Volksbank und deren Verbundpartnern Einlagen in Höhe von rund 2,18 Milliarden Euro (2014: 2,13 Milliarden Euro) an, ein Plus von 2,3 Prozent.

Kunden profitieren von Allfinanzkompetenz

Auch im Versicherungsgeschäft profitieren die Kunden von der großen Allfinanzkompetenz ihrer Volksbank sowie dem starken genossenschaftlichen Verbund. So betreuen die Kundenberater der heimischen Genossenschaftsbank aktuell rund 32.000 Kundenverträge der R+V zu zahlreichen Angelegenheiten von der betrieblichen Altersvorsorge über die Absicherung von Wohngebäuden bis hin zur Krankenversicherung. Und auch die Partner der Bausparkasse Schwäbisch-Hall (BSH) haben Positives zu vermelden: Im Jahr 2015 wurden bei der Volksbank Bad Oeynhausen-Herford neue BSH-Bausparverträge mit einem Volumen von über 73 Millionen Euro (2014: 68 Millionen Euro) abgeschlossen.

Engagiert für die Region

„Auch als Steuerzahler wird die Volksbank Bad Oeynhausen-Herford ihrer Verantwortung für die Menschen in der Region gerecht“, erläutert Vorstandssprecher Andreas Kämmerling. So zahlte die Genossenschaft in 2015 Steuern in Höhe von 5,6 Millionen Euro. Ein Teil davon fließt als Gewerbesteuer direkt an die heimischen Kommunen. Daneben profitierten erneut zahlreiche Vereine und weitere gemeinnützige Institutionen von den Zuwendungen der Volksbank. Allein im Bereich Spenden und Sponsoring konnten Projekte aus Kultur, Sport, Heimatpflege, Jugendförderung und vielen weiteren Bereichen mit über 420.000 Euro gefördert werden. Hinzu kommen noch die Zuwendungen aus den beiden Stiftungen der Volksbank, die das gesellschaftliche Leben zwischen Weser und Wiehen bereichert haben – sei es bei der Förderung von kulturellen Highlights, Stipendien für engagierte Studierende oder dem Defibrillatoren-Projekt „Herzsicher in der Region“. Ein weiteres Highlight des Jahres 2015 war die Einführung der Crowdfunding-Plattform „Viele schaffen mehr“, die Vereinen und gemeinnützigen Institutionen in der Region völlig neue Wege der Projektfinanzierung eröffnet.

Ausbildung hat hohen Stellenwert

Als großer Arbeitgeber in der Region übernimmt die Volksbank Bad Oeynhausen-Herford Verantwortung für die Ausbildung junger Nachwuchskräfte. Aktuell werden 387 Mitarbeiter beschäftigt, darunter 28 Auszubildende. „Aus- und Weiterbildung besitzen bei der Volksbank Bad Oeynhausen-Herford seit jeher einen hohen Stellenwert. So steht den jungen Bankern nach ihrer Ausbildung auch eine breite Palette von weiteren Entwicklungsmöglichkeiten zur Verfügung – von Fachseminaren bis hin zum berufsbegleitenden Studium“, erklärt Kämmerling.

Für Herausforderungen der Zukunft gut aufgestellt

Insgesamt zeigt sich Andreas Kämmerling zufrieden mit dem Verlauf des Geschäftsjahres 2015. Allerdings dürfen die Ergebnisse nicht den Blick auf notwendige Maßnahmen zur weiteren Fortentwicklung der Genossenschaftsbank verstellen. „Denn die großen Herausforderungen wie anhaltende Niedrigzinsen, Regulatorik, Digitalisierung, demografischer Wandel und ein deutlich verändertes Kundenverhalten erfordern ein Handeln mit Weitsicht zum Erhalt unserer Wettbewerbsfähigkeit auch in der Zukunft“, erklärt der Vorstandssprecher.

Mittlerweile liegt die Zahl der onlinefähigen Konten laut Kämmerling mit einer Quote von 55 Prozent bereits deutlich über dem Verbandsschnitt. Und auch mit der Einführung des sicheren Online-Bezahldienstes paydirekt Ende 2015  sei die Volksbankengruppe in der Vorreiter-Rolle.

„Trotz der guten Zuwächse in den wesentlichen Geschäftsfeldern sind die Folgen der andauernden Niedrigzinsphase jedoch nicht spurlos an uns vorbeigezogen. Das ordentliche Betriebsergebnis liegt unter dem des Vorjahres“, so Kämmerling. Und auch für 2016 wird bei unverändert niedrigen Zinsen mit einem rückläufigen Ergebnis geplant.

Bei der Volksbank Bad Oeynhausen-Herford werde man weiter versuchen, den Druck auf die Zinsmarge durch verstärktes Wachstum im Firmenkunden-, Baufinanzierungs- sowie ein gut laufendes Aktien- und Wertpapiergeschäft abzufedern. Ebenso sei ein konsequentes Kostenmanagement unabdingbar. „Wenn dies weiter gelingt, bin ich positiv gestimmt, dass wir gemeinsam mit unseren Kunden und Mitgliedern auch die Herausforderungen der Zukunft auf Grundlage unseres qualifizierten Beratungsansatzes meistern werden“, sieht der Vorstandssprecher die Volksbank Bad Oeynhausen-Herford auch für die Herausforderungen der Zukunft gut aufgestellt.