Heimische Volksbank wächst weiter

Bilanzsumme steigt deutlich - Mitglieder erhalten attraktive Dividende

Bad Oeynhausen/Herford. Zufrieden blicken Vorstand und Aufsichtsrat der Volksbank Bad Oeynhausen-Herford auf das Geschäftsjahr 2016 zurück. Mit einer auf 2,013 Milliarden Euro (2015: 1,869 Milliarden Euro) gestiegenen Bilanzsumme konnte die drittgrößte Volksbank in OWL ihre Markt-Position festigen und in Teilbereichen sogar weiter ausbauen. Rund 300 Mitgliedervertreter erhielten diese und viele weitere Informationen jetzt im Rahmen der turnusmäßigen Vertreterversammlung im GOP-Varieté in Bad Oeynhausen.

Mit dem einstimmig verabschiedeten Jahresabschluss 2016 geht auch eine Dividendenzahlung an die Mitglieder der heimischen Genossenschaftsbank in Höhe von 3 Prozent plus einer einprozentigen Bonuszahlung zum 22. Juni einher, die durch die Versammlung verabschiedet wurde. „Wir denken, aufgrund des Nullzinsniveaus eine mehr als gute Rendite“, erklärte Vorstandsprecher Andreas Kämmerling, der sich bei allen Mitarbeitern für die geleistete Arbeit bedankte, die hiermit einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg der Bank geleistet hätten. Ein besonderer Dank ging auch an den Aufsichtsrat, der im zurückliegenden Jahr wieder kritischer Begleiter, Rat- und Ideengeber gewesen sei.

Im Zuge der in diesem Jahr anstehenden Aufsichtsratswahlen wurden Egbert Storck (Enger) und Udo Wenner (Hiddenhausen) in ihren Ämtern bestätigt. Mit Wolfgang Rediker und Professor Dr. Ralf Hörstmeier schieden wiederum aufgrund des Erreichens der Altersgrenze zwei langjährige Mitglieder aus dem Aufsichtsgremium aus, das fortan um diese zwei Sitze auf zehn Mitglieder verkleinert wird. Im Anschluss an die Wahlen erhielt Ulrich Wellpott mit der Verleihung der silbernen Ehrennadel des Rheinisch-Westfälischen-Genossenschaftsverbandes noch eine besondere Auszeichnung für seine 25 Jahre währende ehrenamtliche Tätigkeit im Aufsichtsrat der Bank.

In seinen Ausführungen ging Vorstandssprecher Andreas Kämmerling auf die extremen Herausforderungen ein, mit denen sich die Volksbank Bad Oeynhausen-Herford ebenso wie die gesamte Kreditwirtschaft konfrontiert sieht. Angesichts der anhaltenden Niedrigzinsphase stelle sich die Frage, wie eine Bank künftig noch nachhaltig Erträge erwirtschaften könne.

So habe das Zinsergebnis von 38,1 Millionen Euro in 2016 knapp eine halbe Million unter dem Vorjahresergebnis gelegen. Und das trotz eines um 3,4 Prozent gestiegenen betreuten Kundenkreditvolumens von 1,42 Milliarden Euro (2015: 1,373 Milliarden Euro). Die Einlagen der Kunden stiegen im vergangenen Jahr um 3,9 Prozent auf 1,501 Milliarden Euro (2015: 1,444 Milliarden Euro). Das gesamte betreute Kundenvolumen wuchs in 2016 auf 3,659 Milliarden Euro (2015: 3,537 Milliarden Euro). Das Provisionsergebnis verzeichnete auch aufgrund weiterer Zuwächse im Aktien- und Wertpapierbereich ein deutliches Plus von knapp 400.000 Euro auf nun 14,35 Millionen Euro. So belaufe sich der Jahresüberschuss abzüglich gezahlter Steuern (6 Millionen Euro) sowie Einstellung in Fonds für allgemeine Bankrisiken (11 Millionen Euro) noch leicht über Vorjahresniveau auf 6,16 Millionen Euro.

Für die Zukunft, betonte Kämmerling, sei gerade die Digitalisierung ein nicht umkehrbarer Trend, der auch vor der Bankenbranche nicht halt mache. Mit täglich rund 3.200 Besuchern und monatlich knapp 140.000 Klicks sei die Homepage der Bank „die am häufigsten besuchte Geschäftsstelle“. 50 Prozent der Konten würden mittlerweile online geführt. Durch direkte Produkt-Abschlussmöglichkeiten in der Online-Filiale habe man auf die veränderten Kundenanforderungen auch in diesem Bereich reagiert. Auch erfreue sich die VR-BankingApp – aktuell eine der gefragtesten in den App-Stores – großer Beliebtheit.

Mit eigenen Auftritten in sozialen Netzwerken sei man seit über einem Jahr als Bank auch im Web 2.0 präsent. Und mit dem stetigen Ausbau weiterer Kommunikationskanäle werde man in naher Zukunft noch einige interessante Neuerungen präsentieren, so Kämmerling. Gebündelt würden diese in einem sogenannten MultiKontaktCenter, in dem künftig sämtliche Kunden-Kommunikationswege zusammenlaufen werden. „Nach wie vor steht der Kunde mit seinen finanziellen Bedürfnissen im Mittelpunkt aller bankgeschäftlichen Aktivitäten“, so Kämmerling. „Das Bankgeschäft lebt auch heute noch vor allem vom Vertrauen von Mensch zu Mensch.“

Angesichts der Herausforderungen wie den deutlich zunehmenden Eigenkapitalanforderungen durch die Bankenaufsicht oder dem prognostizierten weiteren Rückgang des Zinsergebnisses sei für dieses Jahr mit einem rückläufigen Betriebsergebnis zu rechnen, erklärte Kämmerling, der sein Haus aber für die anstehenden Herausforderungen strategisch gut aufgestellt sieht.

Der Vorstand der Volksbank Bad Oeynhausen-Herford, bestehend aus Vorstandssprecher Andreas Kämmerling, Oliver Ohm und Michael Knoll, mit den Mitgliedern des aktuellen Aufsichtsrats um dessen Vorsitzenden Klaus Kemper.