„jugend creativ“:
Schüler aus Bünde holt fünften Platz auf Bundesebene

Sieger fahren zur kreativen Sommerakademie an die Ostsee

Kreis Herford/Bad Oeynhausen. „Erfindungen verändern unser Leben“ lautete das Motto des 48. Internationalen Jugendwettbewerbs „jugend creativ“ der Volksbanken und Raiffeisenbanken. Und in diesem Jahr kommt einer der Preisträger auf Bundesebene aus dem Kreis Herford: Dean Damian (8) aus Bünde überzeugte die Jury mit seinem Bild „Die Lachmaschine“ und belegte in der Kategorie Bildgestaltung den fünften Platz in der Altersgruppe der Erst- und Zweitklässler.

Nach den Wettbewerbsrunden auf Orts- und Landesebene wählten die Bundesjurys jetzt in Berlin die deutschlandweit besten und kreativsten Werke aus. Keine leichte Aufgabe für die Kunstpädagogen, Künstler, Filmemacher und Medienexperten, denn mit viel Ideenreichtum und Talent zeigten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, welche Erfindungen sie im Alltag begleiten, von welchen Errungenschaften sie träumen oder welchen Innovationen sie eher kritisch gegenüberstehen.

Sein prämiertes Bild hatte Dean Damian von der Grundschule Bustedt über die Volksbank Bad Oeynhausen-Herford beim Wettbewerb eingereicht. „Wir freuen uns sehr für Dean Damian, dass er mit seinem Bild zu den Bundespreisträgern gehört und damit auch an der jährlichen Sommerakademie teilnehmen darf. Dort werden diese jungen Talente in ihrer künstlerischen Entwicklung weiter unterstützt“, so Carolin Becker von der Volksbank Bad Oeynhausen-Herford, die den Jugendwettbewerb im Geschäftsgebiet der Bank veranstaltet und Dean Damian auch die Urkunde für den Bundessieg überreicht.

„Der Jugendwettbewerb ist für unser Institut seit 48 Jahren eine bedeutsame Initiative und ein wesentlicher Teil unseres gesellschaftlichen Engagements. In dieser Wettbewerbsrunde wurden insgesamt rund 7.000 Beiträge in den Geschäftsstellen unserer Bank eingereicht, darunter 5.000 Bilder, 5 Kurzfilme und 2.000 Quizlösungen. Die rege Teilnahme bestätigt uns darin, den Kindern und Jugendlichen unserer Region ein Experimentierfeld für ihre kreativen und künstlerischen Ideen zu bieten“, so Becker weiter.

Dean Damian überzeugte die Bundesjury mit seiner fantasievollen Darstellung des Wettbewerbsthemas: „Auf dem Bild sehen wir ein traurig dreinblickendes Kind, das mit Entsetzen auf eine Gruselrobotermaschine guckt. Auf der Maschine sind die zwei Knöpfe ‚On Smile’ und ‚Off Smile’ zu sehen; es handelt sich also um eine ‚Lachmaschine‘. Das Kind scheint etwas ängstlich zu sein, obwohl die große Maschine an sich ganz freundlich aussieht, mit rotem Lachmund, grünen Augen und orangefarbener Nase. Das Einzige, was etwas bedrohlich wirkt, ist der große Saugarm, der die Menschen vermutlich anziehen soll, um ihnen ein Lachen ins Gesicht zu zaubern. Das Bild zeigt eine Mischtechnik aus Malerei, Aquarellkreide und Filzschreiber, die Maschine ist farblich differenziert gestaltet. Aus einer Denkblase geht hervor, was sich das Kind gerade vorstellt: aus seinem traurigen Gesicht soll ein lachendes werden“, so der Bundesjuryvorsitzende Professor Dr. Klaus-Ove Kahrmann, Hochschullehrer für Kunst und ihre Didaktik an der Universität Bielefeld.
 
Alle Bundespreisträger der Kategorien Bildgestaltung und Kurzfilm erhalten jetzt die Gelegenheit zur Teilnahme an einer kreativen Sommerakademie in der Internationalen Bildungsstätte Jugendhof Scheersberg an der Ostsee. Vom 29. Juli bis 5. August 2018 können die jungen Talente unter Anleitung erfahrener Künstler in verschiedenen Werkstätten ihrer Kreativität freien Lauf lassen, sich mit Gleichgesinnten austauschen und an einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm teilnehmen. In der Kategorie Bildgestaltung haben die Bestplatzierten der verschiedenen Altersgruppen zudem noch die Chance auf eine internationale Auszeichnung, deren Preisträger am 29. Juni 2018 in Paris bekannt gegeben werden.

Mit seiner „Lachmaschine“ überzeugte Dean Damian von der Grundschule Bustedt die Bundesjury beim Wettbewerb „jugend creativ“.