Genossen erhalten drei Prozent Dividende

Volksbank Bad Oeynhausen-Herford zufrieden mit dem Geschäftsjahr 2017

Bad Oeynhausen/Herford. Im Rahmen ihrer turnusmäßigen Vertreterversammlung haben Vorstand und Aufsichtsrat der Volksbank Bad Oeynhausen-Herford jetzt vor rund 250 geladenen Mitgliedervertretern eine Rückschau das Geschäftsjahr 2017 gegeben. „Kein leichtes Jahr für die gesamte Kreditbranche“, urteilte Vorstandssprecher Andreas Kämmerling, der sich dennoch zufrieden mit dem Verlauf des vergangenen Jahres zeigte. So konnte die Bilanzsumme der heimischen Genossenschaftsbank um 2,8 Prozent auf nun 2,069 Milliarden Euro (2016: 2,013 Milliarden Euro) gesteigert werden. Durch den weiteren Ausbau digitaler Services und der Schaffung neuer Stellen in der qualifizierten Beratung hat sich die Bank zudem weiter im Wettbewerb behauptet und ihre Position als drittgrößte Volksbank in OWL gefestigt.

Mit dem Jahresabschluss 2017 wurde in der Vertreterversammlung im GOP-Varieté Bad Oeynhausen auch wieder eine Dividendenzahlung an die Mitglieder der Genossenschaft verabschiedet. Pro Genossenschaftsanteil erhalten diese zum 1. Juni 2018 eine Dividende in Höhe von drei Prozent. Hinzu kommt eine Bonuszahlung in Höhe von weiteren 0,5 Prozent. „Aufgrund des Nullzinsniveaus eine mehr als gute Rendite“, erklärte Vorstandsprecher Andreas Kämmerling, der sich beim Aufsichtsrat und allen Mitarbeitern für ihren Beitrag zum Erfolg der Bank bedankte.

Im Rahmen der in diesem Jahr anstehenden Aufsichtsratswahlen wurden Kirsten Generotzky, Horst-Wilhelm Huneke, Frank Kögel und der Aufsichtsratsvorsitzende Klaus Kemper von der Versammlung in ihren Ämtern bestätigt. Im Anschluss an die Wahlen wurde zudem Egbert Storck und Klaus Kemper die silberne Ehrennadel des Genossenschaftsverbandes – Verband der Regionen e.V. für ihre 25 Jahre währende ehrenamtliche Tätigkeit im Aufsichtsgremium der Bank verliehen.

Vorstandssprecher Andreas Kämmerling stellte in seinen weiteren Ausführungen fest, dass der anhaltende Trend zur Digitalisierung auch vor der Volksbank Bad Oeynhausen-Herford nicht Halt mache. Zwar würden dadurch auch einzelne Prozesse vereinfacht und beschleunigt, allerdings veränderten sich auch viele Spielregeln des Bankgeschäftes. „Neue Wettbewerber und deutlich veränderte Kundenanforderungen sind hierbei die wesentlichen Triebkräfte“, so Kämmerling. Eine der Antworten hierauf ist das hauseigene neue Service-Center „VOBA@ON“, das für die Kunden der Bank montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr durchgehend Telefon-Banking, Live-Chat sowie Kontaktmöglichkeiten per WhatsApp und E-Mail zusammenführt. Zusammen mit der neuen Videoberatung werden so Kundennähe und Digitalisierung auf eine kundenfreundliche und moderne Art zusammengebracht. Mit dem Mittelstandsportal „mittelstand-ostwestfalen.de“ wird außerdem Unternehmern aus der Region ein Forum zum Netzwerken geboten.

„Wir wollen und müssen die Chancen und Möglichkeiten nutzen, die sich jeden Tag aufs Neue in einer Welt der Veränderungen und des Wandels bieten“, so Kämmerling. Und die Zahlen geben ihm dabei bislang Recht: Zwar weise das Zinsergebnis 2017 einen leichten Rückgang von rund 1,5 Millionen Euro auf, aber dank eines deutlichen Wachstums beim betreuten Kundenkreditvolumen von 8,2 Prozent auf mittlerweile 1,536 Milliarden Euro konnte auch im abgelaufenen Geschäftsjahr ein zufriedenstellender Jahresüberschuss erwirtschaftet werden. Bei deutlich reduzierten Verwaltungsaufwendungen sowie einem verbesserten Provisionsergebnis erwirtschaftete die Bank nach gezahlten Steuern von 5,694 Millionen Euro sowie Einstellungen in den Fonds für allgemeine Bankrisiken einen Jahresüberschuss von 5,258 Millionen Euro (2016: 6,160 Millionen Euro). „Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase sind viele unserer Kunden mittlerweile bereit, in alternative Anlageformen wie Wertpapiere, Fonds oder auch Aktien zu investieren“, so Kämmerling. So wuchs das betreute Kundenanlagevolumen um 3,6 Prozent auf nunmehr 2,320 Milliarden Euro.

Die Herausforderungen der Zukunft für die Bank sind trotz der guten Zahlen mannigfaltig: „Die Konkurrenz schläft nicht“, so Kämmerling und meint dabei auch verstärkt sogenannte Fintechs, die mit Geldtransfer-Lösungen, virtuellen Währungen oder Crowdfunding-Produkten Einfluss auf klassische Bankgeschäfte nehmen. Die Kunden von morgen werde man mit traditionellen Bankdienstleitungen daher nicht mehr zufriedenstellen können, erklärte Kämmerling. Schon heute sei die am häufigsten besuchte Geschäftsstelle der Volksbank Bad Oeynhausen-Herford deren Homepage www.meinevolksbank.de, dazu sind fast 80 Prozent der bestehenden Konten mittlerweile online-fähig.

Doch neben den Investitionen in „VOBA@ON“ und weitere digitale Angebote sei in den vergangenen zwei Jahren sehr bewusst auch in zusätzliche Spezialisten – etwa im Bereich Private Banking, Baufinanzierung und Firmenkundenberatung investiert worden. Denn: „Natürlich bleiben für uns Werte und Identität auch in der digitalisierten Welt wichtige Leitplanken für ein dauerhaft erfolgreiches, genossenschaftliches Bankgeschäft“, so Kämmerling. „Unser Kerngeschäft, die persönliche, ganzheitliche Beratung, ist und bleibt eine unserer wichtigsten Kernkompetenzen.“

Die Geschäftsentwicklung verlaufe daher in diesem Jahr bislang planmäßig. „Wir gehen trotz aller Widrigkeiten optimistisch in die Zukunft und rechnen mit einem Kreditwachstum leicht unter dem Vorjahr und einem moderaten Anstieg auf der Kundeneinlagenseite“, so Kämmerling abschließend.

Der Vorstand der Volksbank Bad Oeynhausen-Herford, bestehend aus Michael Knoll, Vorstandssprecher Andreas Kämmerling (von links) und Oliver Ohm (rechts) mit den wiedergewählten Mitgliedern des aktuellen Aufsichtsrats Kirsten Generotzky, Klaus Kemper, Horst-Wilhelm Huneke und Frank Kögel. Mit im Bild: Egbert Storck (3. von links), der ebenso wie Klaus Kemper für seine 25-jährige ehrenamtliche Tätigkeit im Aufsichtsgremium der Bank mit der silbernen Ehrennadel des Genossenschaftsverbandes ausgezeichnet wurde.