"Sterne des Sports" in Bronze vergeben

Jury vergibt erste Plätze und Geldpreise an GBSG Herford und TuS Freya Friedewalde

Bad Oeynhausen. Mit einer feierlichen Siegerehrung im Veranstaltungspavillon der Volksbank Herford-Mindener Land in Bad Oeynhausen-Eidinghausen ist jetzt der diesjährige Wettbewerb „Sterne des Sports“ auf lokaler Ebene zu Ende gegangen. Über den ersten Platz und die damit verbundene Trophäe in Form des „Großen Sterns“ in Bronze sowie eine Geldprämie in Höhe von jeweils 1.500 Euro können sich die Gesundheits- und BehindertenSportGemeinschaft (GBSG) Herford im Kreis Herford und der TuS Freya Friedewalde im Kreis Minden-Lübbecke freuen. Sie überzeugten die Jury mit ihren eingereichten Bewerbungen auf ganzer Linie und qualifizierten sich somit beide für den Landesentscheid um die „Sterne des Sports“ in Silber.

Mit den „Sternen des Sports“ werden jedes Jahr Vereine aus der Region für ihr besonderes gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet. Dabei wird in Kooperation mit den Kreissportbünden und dem Deutschen Olympischen Sportbund unter anderem der besondere Einsatz für Fairness, Toleranz und die Gemeinschaft belohnt – gerade in Coronazeiten eine schwierige Aufgabe, der sich die Sportvereine in der Region seit rund eineinhalb Jahren mit vielen kreativen Ideen stellen. „Die Preisträger tun ehrenamtlich viel für die Menschen in unserer Heimat. Dafür wollen wir uns bedanken – bei den ausgezeichneten Vereinen genauso wie bei allen weiteren Bewerbern. Ihre Arbeit ist unendlich wertvoll“, erklärte Volksbank-Vorstand Peter Scherf im Rahmen der Preisvergabe.

GBSG Herford überzeugt mit Projekt „Gemeinsam im Sport gegen Barrieren im Kopf“

Besonders überzeugte in diesem Jahr die GBSG Herford mit ihrem Projekt „Gemeinsam im Sport gegen Barrieren im Kopf“. Seit sechs Jahren werden vom Verein Projekte an Regelschulen vor Ort durchgeführt, bei denen Schülerinnen und Schüler über den Sport in Kontakt zu Menschen mit geistiger Behinderung kommen und so automatisch Barrieren abbauen. Am Königin-Mathilde-Gymnasium Herford wurde das Projekt mit gemeinsamen Sporttagen inzwischen sogar fest im Lehrplan verankert. Dieser Ansatz überzeugte nicht nur die Jury auf lokaler Ebene, sondern brachte der GBSG sogar eine Nominierung auf Landesebene und eine Einladung zur Landespreisverleihung der „Sterne des Sports“ in Silber am 26. Oktober in Düsseldorf ein. Dort werden drei Sterne sowie drei Förderpreise vergeben – die GBSG gehört somit also auf jeden Fall schon zu den besten sechs Vereinen im Land NRW.

TuS Freya Fiedewalde ruft zu virtueller Weltreise auf

Der TuS Freya Friedewalde wiederum stand mit Ausbruch der Corona-Pandemie wie alle anderen Sportvereine vor der Frage: „Wie kann man coronakonform aber trotzdem zusammen Sport treiben?“ Die Lösung war die „Freya-Challenge – in 31 Tagen von Friedewalde bis nach…“. Die Mitglieder des Vereins waren im Rahmen dieser virtuellen Weltreise dazu aufgerufen, alle Kilometer, die sie in der Aktionszeit zu Fuß laufend oder walkend, auf dem Rad, auf dem Hometrainer oder auch im Wasser zurückgelegt haben, online zu melden. Täglich kamen neue Teilnehmer hinzu und sogar Nachbarvereine sprangen nach der Verbreitung der Idee über die lokale Presse mit auf den Zug auf. So legten am Ende 330 Teilnehmer zwischen zwei und 84 Jahren insgesamt knapp 17.000 Kilometer gemeinsam zurück.

Weitere Auszeichnungen

Neben diesen beiden Vorzeigeprojekten, die sich nun jeweils über den „Großen Stern“ in Bronze freuen dürfen, gingen weitere Auszeichnungen für den zweiten Platz in Form eines „Kleinen Sterns“ in Bronze und weiteren 1.000 Euro Preisgeld an den TV Concordia Enger im Kreis Herford und die TVG Nordhemmern im Kreis Minden-Lübbecke. Über je 500 Euro und einen „Kleinen Stern“ für den dritten Platz können sich zudem die TG Herford und der TuS Lahde/Quetzen freuen.

Erstmals als Kooperationspartner mit an Bord war in diesem Jahr zusätzlich zum Kreissportbund Minden-Lübbecke auch der Kreissportbund Herford, sodass die Zahl der durch die Volksbank Herford-Mindener Land ausgezeichneten Vereine auch aufgrund der Menge an hochklassigen Bewerbungen verdoppelt werden konnte. Die teils umfangreichen Projektunterlagen wurden von der Jury auf Herz und Nieren geprüft, ehe die Platzierungen für beide Kreise im Rahmen einer gemeinsamen Online-Jurysitzung festgelegt wurden.

In diesem Jahr bestand die Jury aus Stefan Boscher (Neue Westfälische), Sebastian Dietz (Bronzemedaillen-Gewinner im Kugelstoßen bei den diesjährigen Paralympics), Ulla Koch (Mindener Tageblatt), Ralf Meistes (Westfalen-Blatt), Sigrid Rohlfing-Sundermeier (Kreissportbund Minden-Lübbecke), Oliver Rose (Radio Herford/Westfalica), Volksbank-Vorstand Peter Scherf, Adrian Schürmann (Vereinstrainer und Sportlehrer) und Nils Wörmann (Kreissportbund Herford). Zusätzlich war erneut Helmut Schemmann vom Kreissportbund Minden-Lübbecke in die Organisation mit eingebunden. „Wir bedanken uns bei allen Mitwirkenden ganz herzlich für ihren Einsatz“, erklärt Organisatorin Birgit Kaupmann von der Volksbank Herford-Mindener Land.