Volksbank macht ihre Geschäftsstellen fit für die Zukunft

Modernisierung und Zusammenlegung von Standorten geplant

Herford/Minden. Mit einem neuen Geschäftsstellenkonzept reagiert die Volksbank Herford-Mindener Land im kommenden Jahr auf die anhaltenden Veränderungen im Bankenwesen. Besonders die Nutzung des persönlichen Service in den Geschäftsstellen durch die Mitglieder, Kundinnen und Kunden nimmt nach Angaben der Bank weiter ab. Diese Entwicklung sei nicht zuletzt durch die Corona-Pandemie und die zunehmende Nutzung digitaler Leistungen noch weiter beschleunigt worden.

Der Bedarf an qualifizierter persönlicher Beratung bei Privat- und auch Firmenkunden sei weiterhin ungebrochen hoch. Das Geschäftsstellenkonzept werde sich darum neben der punktuellen Zusammenlegung von Standorten auch mit umfassenden Investitionen in die Modernisierung der Geschäftsstellen befassen, um den Ansprüchen der Kundinnen und Kunden in der persönlichen Beratung auch in Zukunft gerecht zu werden.

„Wir haben schon in der Vergangenheit immer wieder darauf hingewiesen, dass wir betriebswirtschaftlich handeln müssen und unsere Standorte hierfür regelmäßig auf den Prüfstand stellen. In den vergangenen Wochen haben wir viel Zeit für die Analyse und die Entscheidung aufgewendet, in welche Geschäftsstellen wir nun nachhaltig investieren wollen und welche Standorte leider keine Zukunft haben“, erklärt Andreas Kämmerling, Vorstandssprecher der Volksbank Herford-Mindener Land.

Die zunehmende Nutzung der Online-Filiale, der zahlreichen Funktionen der Banking-Apps sowie des KundenDialogCenters VOBA@ON, das bereits 80 Prozent der Kundenanliegen fallabschließend behandeln kann, sorgt dafür, dass die Standorte der Bank insgesamt seltener besucht werden. Durch die wachsende Akzeptanz elektronischer Bezahlverfahren und die Möglichkeit der Bargeldversorgung an Tankstellen- und Supermarktkassen geht auch die Nutzung der Geldautomaten immer weiter zurück, was deren Betrieb sowie notwendige Nachrüstungen zunehmend unwirtschaftlich macht. „Daher nehmen wir nun aktiv das Heft des Handelns in die Hand“, so Kämmerling.

Personal soll trotz der geplanten Anpassungen im Filialnetz nicht abgebaut werden. Durch die Zusammenlegung einzelner Geschäftsstellen entstehen vielmehr personell bestens aufgestellte Kompetenzcenter, in denen die Beratung künftig in noch moderneren und technisch zeitgemäß ausgestatteten Räumlichkeiten stattfindet. Zu den geplanten Modernisierungsmaßnahmen gehören neben einem Kunden-WLAN an allen Standorten auch große Monitore, auf die Kunde und Berater gemeinsam im Gespräch blicken können. Hinzu kommt vielerorts auch eine energetische Aufwertung. „Mittelfristig ziehen wir hierfür auch den Neubau von Geschäftsstellen in Erwägung. Aktuell befinden wir uns bereits in Überlegungen, wie wir unsere beiden Hauptgeschäftsstellen in Hille und Bad Oeynhausen-Eidinghausen zukunftsfähig aufstellen können. Hier werden gerade mehrere denkbare Optionen wie eine umfangreiche Sanierung oder sogar ein kompletter Neubau geprüft“, so Kämmerling.

Im Zuge der geplanten Umbauten wurde bereits in diesem Jahr ein erster Schritt in Löhne unternommen. Hier wird die Geschäftsstelle in der Königstraße derzeit umfassend modernisiert. In Kürze werden hier die Anliegen aller Kundinnen und Kunden aus der Königstraße und der Geschäftsstelle Löhne-Ort zusammengeführt. Und auch der Verwaltungssitz in der Herforder Werrestraße wird aktuell grundlegend modernisiert.

Ab Januar 2022 wird zudem der persönliche Service im Zuge der weiteren Zusammenlegung von Geschäftsstellen in Melle-Riemsloh, Bünde-Dünne, Minden-Bölhorst-Häverstädt, Minden-Stiftsallee, Minden-Dankersen sowie in Petershagen-Wasserstraße und Petershagen-Friedewalde eingestellt. Kundinnen und Kunden dieser Geschäftsstellen wurden bereits per Post informiert, wo ihre Konten künftig geführt werden. Sie behalten hier grundsätzlich ihre gewohnten Ansprechpartner, können aber auf Wunsch auch in einer anderen Geschäftsstelle betreut werden. Schließfächer in den betreffenden Geschäftsstellen sind im Rahmen einer Übergangsfrist bis Ende März nach voriger Terminvereinbarung weiter erreichbar. Die SB-Zonen mit Geldautomaten, Kontoauszugsdruckern und SB-Terminals stehen bis auf die in Minden-Dankersen an allen Standorten vorerst weiterhin zur Verfügung. Geldabhebungen sind natürlich auch weiterhin an allen anderen Automaten der Volks- und Raiffeisenbanken in Deutschland kostenfrei möglich.

Das neu entwickelte Konzept umfasst auch die Harmonisierung der Öffnungszeiten, die sich derzeit im Kreis Herford und dem Altkreis Minden noch in Teilen unterscheiden. Dabei werden die Servicezeiten in einigen Geschäftsstellen sogar ausgedehnt. Beratungsgespräche sind auch künftig an allen Standorten nach vorheriger Terminvereinbarung auch außerhalb der Service-Öffnungszeiten möglich. Die neuen Öffnungszeiten sind der Homepage der Bank zu entnehmen.

„Wir haben uns die Entscheidungen rund um die Neugestaltung unserer Geschäftsstellenstruktur nicht leicht gemacht, müssen hier aber die notwendigen Anpassungen vornehmen. Auch wenn wir uns dabei von einigen kleineren Standorten trennen, stärken wir damit gleichzeitig langfristig unsere Kompetenzzentren und somit unser umfassendes persönliches Beratungsangebot an gut erreichbaren Standorten in der gesamten Region“, so Andreas Kämmerling.

Andreas Kämmerling
Andreas Kämmerling, Vorstandssprecher der Volksbank Herford-Mindener Land eG. Die Volksbank Herford-Mindener Land reagiert auf das sich wandelnde Kundenverhalten und investiert in eine zukunftsorientierte Geschäftsstellenstruktur. Dabei sind neben der Zusammenlegung von Geschäftsstellen auch zahlreiche Modernisierungsmaßnahmen vorgesehen.

Übersicht der geplanten Anpassungen

Bisheriger Standort
Zusammenlegung der Kundenbetreuung am Standort

Melle

Riemsloh

 

Spenge

Bünde

Dünne

 

Eschstraße

Minden

Bölhorst-Häverstädt

Stiftsallee

Dankersen

 

Barkhausen

Königstraße

Minden Markt

Petershagen

Wasserstraße

Friedewalde

 

Lahde

Kutenhausen