Die Volksbanken Bielefeld-Gütersloh und Herford-Mindener Land planen neues Finanzinstitut

Fusionspläne in Ostwestfalen

  • Starkes genossenschaftliches Finanzinstitut in Ostwestfalen
  • Mehr als 1.200 Beschäftigte
  • Bielefeld soll Hauptsitz der neuen Bank werden
  • Neuer Name: Volksbank in Ostwestfalen eG
  • Neue Bank für mehr als 290.000 Kundinnen und Kunden

Die Volksbanken Bielefeld-Gütersloh und Herford-Mindener Land planen neues Finanzinstitut
Planen das neue starke Finanzinstitut in Ostwestfalen: (v.li.) Ulrich Scheppan, Oliver Ohm, Michael Deitert, Andreas Kämmerling, Peter Scherf und Thomas Mühlhausen.

Ostwestfalen. Die beiden großen Volksbanken Bielefeld-Gütersloh und Herford-Mindener Land nehmen Fusionsgespräche auf. Das haben die Vorstände der beiden erfolgreichen Kreditinstitute heute auf einer Pressekonferenz in den Räumen der SchücoArena in Bielefeld bekanntgegeben. Mit der angestrebten Verschmelzung stellen die beiden Genossenschaften die Weichen, um die Herausforderungen der dynamischen Transformation in der Branche erfolgreich gestalten zu können. Zudem gehe es nach Aussage der Vorstände darum, das Thema Banking zugunsten ihrer privaten und gewerblichen Kunden, Mitglieder und Beschäftigten auf ein neues Level zu heben. Das neue Finanzinstitut soll den Namen „Volksbank in Ostwestfalen eG“ tragen und im nächsten Jahr, rückwirkend zum ersten Januar 2024, seine Arbeit aufnehmen. Nach dem Zusammenschluss wird die neue Bank mit 95 Standorten in der Region eine Bilanzsumme von mehr als zehn Milliarden Euro ausweisen und mehr als 1200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen. Zusammen betreut das Kreditinstitut dann über 290.000 Kundinnen und Kunden und kümmert sich um mehr als 192.000 Mitglieder. Hauptsitz der neuen Bank wird Bielefeld. Die Standorte Gütersloh, Bielefeld, Herford und Minden sollen Regionalzentren werden. Die neue Volksbank in Ostwestfalen eG soll von den beiden Co-Vorstandsvorsitzenden Michael Deitert und Andreas Kämmerling geführt werden.

Michael Deitert, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Bielefeld-Gütersloh, erklärt: „Wir haben sehr vertrauensvolle und konstruktive Sondierungsgespräche geführt, in denen wir schnell erkannt haben, wie gut unsere beiden Kreditinstitute auf der wirtschaftlichen Ebene und im Bereich der Unternehmenskultur zusammenpassen. Wir freuen uns darauf, künftig gemeinsam und partnerschaftlich nachhaltige Antworten auf die rasanten Veränderungen und den technologischen Fortschritt in unserer Branche geben zu können, von denen alle in unserer Region profitieren werden.“

Andreas Kämmerling, Vorstandssprecher der Volksbank Herford-Mindener Land, sagt: „Unsere beiden Finanzinstitute sind fest in der Region verwurzelt, ganz nah bei ihren Kunden und Mitgliedern. Das ist unsere Stärke und das werden wir gemeinsam nochmals ausbauen. Denn der geplante Zusammenschluss bietet unseren beiden Unternehmen völlig neue Möglichkeiten, um Kerngeschäfte abzusichern und weiterzuentwickeln sowie neue zukunftsorientierte Geschäftsfelder aufzubauen. Diese anstehende Fusion bietet uns allen eine historische Chance, die wir gemeinsam gerne ergreifen wollen.“

Die Volksbank Bielefeld-Gütersloh und die Volksbank Herford-Mindener Land arbeiten schon seit längerer Zeit in unterschiedlichen bereits bestehenden Kooperationen erfolgreich zusammen und kennen sich entsprechend gut. Durch die geplante Fusion soll die genossenschaftliche Substanz beider Häuser noch einmal gestärkt werden. Gemeinsames Ziel ist es, in einem hart umkämpften Markt weiterhin eine der besten Regionalbanken in Ostwestfalen zu sein und dadurch eine Vielzahl neuer strategischer Chancen intensiv zu nutzen und auszubauen.

„Wir werden unsere Dienstleistungen und digitalen Angebote rund um das Thema Finanzen für Privatkunden und Unternehmen nochmals verstärken“, versprechen die beiden künftigen Co-Vorsitzenden Deitert und Kämmerling und ergänzen: „Die neue Genossenschaftsbank soll erste Wahl für die Region sein- sowohl für die Menschen als auch für die Betriebe.“ Gleiches gelte für die Mitarbeiter: Denn der geplante Zusammenschluss schafft auch weiteres Potenzial für die Beschäftigten, die von der Größe der künftigen Bank durch neue berufliche Entwicklungsperspektiven und sichere, zukunftsorientierte Arbeitsplätze profitieren können.

Aufsichtsräte und Vorstände der Volksbank Herford-Mindener Land und der Volksbank Bielefeld-Gütersloh hatten die Sondierungsphase bereits im November vergangenen Jahres eingeleitet. Diese wurde nach vielen vertrauensvollen und konstruktiven Gesprächen jetzt erfolgreich abgeschlossen. Im Anschluss an diese erfolgreichen Konsultationen haben die Aufsichtsräte beider Kreditinstitute in getrennten Sitzungen vor wenigen Tagen einstimmig entschieden, die Vorstände damit zu beauftragen, sofort mit den Fusionsgesprächen zu beginnen. Die beiden großen Genossenschaften sollen nun auf Augenhöhe die weitere Entwicklung bis zur Fusion vorantreiben.

Die Mitgliedervertreter und Beschäftigten sind über diesen Schritt bereits informiert worden. Verlaufen die Verhandlungen weiterhin erfolgreich, werden die Mitgliedervertreter beider Banken im Oktober dieses Jahres in außerordentlichen Vertreterversammlungen über die Fusion, die technisch im dritten Quartal 2024 abgeschlossen sein wird, entscheiden. Sollte das Votum positiv ausfallen, kann die neue Volksbank in Ostwestfalen eG rückwirkend zum ersten Januar 2024 offiziell starten. Dem Vorstandsteam gehören außerdem Thomas Mühlhausen und Ulrich Scheppan (beide Volksbank Bielefeld-Gütersloh eG) sowie Oliver Ohm und Peter Scherf (beide Volksbank Herford-Mindener Land eG) an. Vorsitzender des neuen Aufsichtsrates soll Michael Mersch (Volksbank Bielefeld-Gütersloh) werden. Heinrich Meier (Volksbank Herford-Mindener Land) soll stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender werden.

Über die Volksbank Bielefeld-Gütersloh

Die Volksbank Bielefeld-Gütersloh ist ein persönlicher und digitaler Finanzdienstleister für Unternehmen ebenso wie für Privatpersonen. Sie hat mehr als 113.500 Mitglieder und ist ein starker Partner für den Mittelstand in der Region. Die erfolgreiche Genossenschaftsbank bietet ein umfassendes Portfolio an intelligenten und zukunftsorientierten Services, das genau auf die Bedürfnisse ihrer Privat- und Geschäftskunden zugeschnitten ist. Mit ihren 19 Kompetenzzentren und Geschäftsstellen ist sie nah bei ihrer Kundschaft und fest verwurzelt in der Region. Das verwaltete Gesamtvermögen betrug 2022 insgesamt 6,0 Milliarden Euro.

Zur „DNA“ der Volksbank gehören innovative Projekte und Investments mit einem starken Fokus auf wachstumsorientierte Themen. Neue Tochterunternehmen sind die Vermögensverwaltung klarwert, das digitale Finanzbildungsportal Fynn Academy oder die Unternehmensbeteiligungsgesellschaft OWL KapitalPartner. Die Volksbank kooperiert darüber hinaus mit Fintechs und Startups. Zu den angesagten neuen Konzepten gehört auch die Volksbank Lobby in Bielefeld mit dem „Green Bowl“ und das „Bankery - Bank und Genuss“ in Gütersloh. Über die Tochtergesellschaften Geno-Immobilien und Geno-Hausverwaltung bietet die Bank zudem alles aus einer Hand rund um das Thema Immobilien an.

Mit dem internationalen Mischfonds Volksbank Bielefeld-Gütersloh Nachhaltigkeitsinvest und der Energiegenossenschaft GrünEnergie werden nachhaltige umweltbewusste Anlagen gestärkt. Das Finanzinstitut arbeitet klimaneutral. Im Jahr 2022 erzielte die Volksbank Bielefeld-Gütersloh mit mehr als 700 engagierten Fachkräften eine Bilanzsumme von 5,6 Milliarden Euro und gehört damit zu den größten Volksbanken in Deutschland.

Über die Volksbank Herford-Mindener Land

Als große Genossenschaftsbank im Norden von OWL ist die Volksbank Herford-Mindener Land mit ihren 614 Mitarbeitenden für rund 150.000 Privat- und Firmenkunden ein zuverlässiger Partner in allen Finanzangelegenheiten. Die nachhaltige Förderung ihrer Kundinnen und Kunden, der 78.000 Mitglieder sowie der gesamten heimischen Wirtschaftsregion ist ihr Antrieb.

In ihren 28 Geschäftsstellen im gesamten Kreis Herford und großen Teilen des Kreis Minden-Lübbecke betreut die Bank Ende 2022 ein gesamtes Kundenvolumen in Höhe von 8,776 Milliarden Euro. Die Bilanzsumme beläuft sich dabei auf 4,639 Milliarden Euro. Mit ihren Spezialisten und der Unterstützung ihrer genossenschaftlichen Verbundpartner bietet sie alle Finanzleistungen „unter einem Dach“. Bei dem Wunsch nach den eigenen vier Wänden unterstützt sie mit der individuellen Erstellung von nachhaltigen Finanzierungskonzepten. Dabei geht sie auch neue Wege, indem sie mit externen Kreditvermittlern in der Region kooperiert. Die seit Jahrzehnten erfolgreiche bankeigene Immobilien GmbH unterstützt hier bei der Vermittlung und Vermarktung von Objekten. Als traditioneller Partner in der Region zeichnet sich die Bank besonders durch eine vertrauensvolle persönliche Beratung und auch eine enge Verbindung zum heimischen Mittelstand aus. Eine wichtige Rolle spielt hierbei das bankeigene Netzwerk „Unternehmen OWL“, das Menschen und Unternehmen zusammenbringt und dafür sorgt, die Wirtschaftsregion weiter zu stärken. Zusätzlich erschließt die Bank neue Geschäftsfelder, indem sie erfolgversprechende Start-ups als Gesellschafter der VR Ventures fördert und hierdurch wichtige Impulse für die Zukunft bekommt.

Die Förderung des gesellschaftlichen Engagements vor Ort ist ein wichtiger Bestandteil der gelebten Nähe der Volksbank zu ihren Kundinnen und Kunden. Eine wichtige Aufgabe übernehmen dabei auch ihre drei Stiftungen und die bankeigene Crowdfunding-Plattform, mit der gemeinnützige und mildtätige Projekte finanziert werden. Die Bank unterstützte 2022 die Region mit Spenden- und Sponsoringbeträgen in Höhe von rund einer Millionen Euro. Hervorzuheben ist auch das Deutschland weit größte aktive Projekt „herzsichere Region“. Hier wurden Institutionen, Schulen und Vereine in der Region bis heute mit rund 180 Defibrillatoren ausgestattet.

Mit der Volksbank Bielefeld-Gütersloh verbindet die Volksbank Herford-Mindener Land eine jahrelange, gute Zusammenarbeit in diversen erfolgreichen Kooperationen, sowie ein konstruktiver und respektvoller fachlicher Austausch auf allen Arbeitsebenen der beiden Banken.